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Presseerklärung vom 17.07.2007

die zahlreichen und vollmundigen Verkündigungen, dass mit Widerruf seines Aufmarschtermins vom 01. Mai diesen Jahres, C. Worch es aufgegeben habe, unsere Stadt weiterhin heimzusuchen, haben sich als das erwiesen, was sie von Anfang an waren, nämlich die völlige Fehleinschätzung gegenwärtiger neonazistischer Bestrebungen überhaupt, genauso wie die der „Mission“, die Herr Worch dabei erfüllen zu müssen glaubt.

„Vergessen“ wurde dabei außerdem, dass es bisher nicht gelungen ist, in Leipzig eine - von einer  Mehrheit getragene - nachhaltige Strategie zu entwickeln, welche auch Konzepte beinhaltet, die den Versuchen der Rechtsextremisten in unserer Stadt zu ihrem „nationalistischen Befreiungskampf anzutreten …“ nicht nur wirkungsvoll, sondern auch selbstbewusst und selbstbestimmt entgegentritt.

Stattdessen ist eine mehr oder weniger große Rat- und Hilflosigkeit zu verzeichnen, die vor allem immer dann sichtbar wird, wenn ein neuer Aufmarschtermin der ungebetenen Gäste näher rückt. Symptomatisch dafür, die öffentlich angekündigte - aber sich bereits über mehrere Wochen qualvoll hinziehende - Erstellung einer Verbotsverfügung durch die Stadtverwaltung. Schon bevor wirklich vorhanden, konterkarieren „Rathausjuristen“ „die städtische Argumentation … als rechtlich äußerst dünn“, und sind sich sicher, dass C. Worch bei seiner abzusehenden Klage vor dem Verwaltungsgericht „spätestens in zweiter Instanz Recht bekommt.“.

Kein Zweifel sollte jedoch darüber aufkommen, dass die Bürgerinnen und Bürger Leipzigs  nach wie vor entschlossen sind - friedlich und solidarisch - für die Verteidigung demokratischer Grundwerte einzutreten. Auch am 21. Juli 2007 wird der erneute Versuch, unsere Stadt in ein Aufmarsch- und Rekrutierungsgebiet von Neonazis und Rechtsextremisten umzuwandeln nicht widerspruchslos hingenommen

 

- GEMEINSAM, FRIEDLICH UND SOLIDARISCH -

GESICHT ZEIGEN UND DEN NAZIS ENTGEGENTRETEN[-FAHREN] !

 

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an einem Fahrrad-Corso zu beteiligen, der - beginnend mit einem „AnDenken“ auf dem Nikolaikirchhof - vom Augustusplatz über den Ring, Leuschner-Platz, K.-Liebknecht-Straße, R.-Lehmann-Straße bis zum Völkerschlachtdenkmal führt.

Mit dem geplanten Routenverlauf - 7 km -  soll unterstrichen werden, dass in unserer Stadt kein Raum für „Kameradschaften“ zur Verfügung steht, und die Leipzigerinnen und Leipziger gleichzeitig die Orte in Besitz nehmen, die Zielregionen vorangegangener Nazidemonstrationen waren - und sicherlich auch wieder sein werden.


Kontakt: Winfried Helbig, Telefon: 0175-1139255, e-mail: